Brain Booster
Optionen zur Unterstützung der Gehirnleistung
Die Verbraucher fragen verstärkt nach Produkten, die die Gehirnleistung verbessern oder das Risiko altersbedingter Gedächtnisschwäche verringern. Kinder sollen zu Genies werden, Schülern und Studenten wird immer mehr abverlangt, den Job behält man nur bei Höchstleistung und zusätzlich soll das Gehirn auch im Alter fit bleiben. Produkte, die die kognitiven Funktionen fördern, sprechen eine riesengroße Zielgruppe an. Die Entwicklung neuer Produkte für diesen Bereich ist ein wichtiges Thema im functional food Bereich. Insbesondere Getränke, Tees, Wässer und Energy Drinks werden häufig mit Substanzen angereichert, die die Gehirnleistung steigern. In den USA findet man auch Riegelprodukte und angereicherte Joghurts, Orangensaft und Magermilch. Ein wichtiger Anwendungsbereich ist Kleinkindnahrung, aber auch Süßwaren für Kinder enthalten zunehmend Ingredienzien mit derartiger Wirkung.
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Der Begriff kognitiv bezeichnet die Funktionen des menschlichen Gehirns, die mit Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken, also der menschlichen Erkenntnis- und Informationsverarbeitung in Zusammenhang stehen. Die Liste der Substanzen, denen Gehirn unterstützendes Potential zugesprochen werden, ist lang. Viele davon sind mit zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen gestützt. Das Thema Health Claims dagegen ist noch kaum geklärt. Das Gehirn ist besonders anfällig hinsichtlich Schädigungen durch oxidative Substanzen, die im Körper aufgrund von Stoffumwandlungsprozesse entstehen. Personen, die zu wenig antioxidative Substanzen wie Vitamin C, Vitamin E oder beta-Carotin zu sich nehmen, unterliegen einem erhöhten Risiko unter einer schwachen Gehirnleistung zu leiden und an Alzheimer zu erkranken. Viele Mikronährstoffe wie Eisen, Jod und B-Vitamine sind an zahlreichen Hirnfunktionen beteiligt, da sie bei der Gehirnentwicklung, der Synthese von Neurotransmittern oder dem Energiemetabolismus im Gehirn eine wesentliche Rolle spielen. Insbesondere ältere Personen leiden häufig unter einem Mangel an Folsäure, Vitaminen B12 und B6, was eine Beschädigung der Gehirndurchblutung und damit eine Abnahme der kognitiven Fähigkeiten zur Folge haben kann. Cholin ist ein wichtiger Stoff für die Entstehung des Neurotransmitters Acetylcholin, der für das richtige Funktionieren des Nervensystems unverzichtbar ist. In Form von Phosphatidylcholin oder Lecithin ist es außerdem ein Hauptbestandteil von Zellmembranen. L-alpha-glycero-phospho-cholin (GPC), wie etwa von Lecico angeboten, ist eine natürliche Vorstufe und Metabolit des Phosphatidylcholins. Es ist der effektivste Nährstoff zur Anreicherung von Cholin im Blut und damit zur Anreicherung der Vorstufe zur Acetylcholin-Synthese. Ernährungsphysiologisch wertvolle Fettsäuren können die Wahrnehmung positiv beeinflussen, indem sie die Lipid-Zusammensetzung und Fluidität von Zellmembranen ändern. Die Wirkung von langkettigen, mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren war bereits Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Insbesondere die Docosahexaensäure DHA erweist sich als positiv hinsichtlich der Gehirnleistung. Einerseits fördert sie die Entwicklung des Gehirns von Kleinkindern, andererseits soll sie auch die Alterung des Gehirns verzögern. Derzeit wird eine vom National Institutes of Health finanzierte Langzeitstudie durchgeführt, die die Wirkung von aus Mikroalgen gewonnener DHA des Herstellers Martek hinsichtlich einer Verlangsamung von Morbus Alzheimer untersucht. Die Ergebnisse werden Ende 2009 erwartet. Unter den bioaktive Pflanzenbestandteile, denen man eine Unterstützung der Funktionen des alternden Gehirns zuspricht, ist vor allem Gingko Biloba zu nennen. Ginseng, eines der populärsten pflanzlichen Medizinen, soll die kognitive Leistung verbessern. Neurovena, ein von Frutarom entwickelter Extrakt aus Grünem Hafer, verbessert die mentale Gesundheit und geistige Leistungsfähigkeit und wirkt gleichzeitig ausgleichend bei Stimmungsschwankungen. Eine Reihe von Nutraceuticals werden ebenfalls. L-Carnitin ist essentiell für den Transport langkettiger Fettsäuren. Neben positiven Effekten bei der Gewichtskontrolle und sportlicher Leistungsfähigkeit konnte der Hersteller Lonza auch zeigen, dass L-Carnitin bei älteren Personen kognitive Leistung fördert und Müdigkeit reduziert. Die neuroprotektiven Effekte von L-Carnitin werden entweder unspezifischen Membran-Interaktionen oder, was wahrscheinlicher ist, seiner strukturellen Ähnlichkeit zu dem Neurotransmitter Acetylcholin zugesprochen. Die Einnahme von Lignanen aus Leinsamen, zum Beispiel von Frutarom, bewirkt eine Verbesserung der kognitiven Funktionen bei Frauen nach den Wechseljahren und ein sinkendes Alzheimer-Risiko. Dies konnten Wissenschaftler des Julius Center for Health Sciences and Primary Care in Utrecht, Niederlande, zeigen.
Knifflige Formulierung
Ein Produkt mag aus ernährungsphysiologischer Sicht noch so gut sein - wenn es nicht gut schmeckt, ist der Flop vorprogrammiert. Angereicherte Produkte sind diesbezüglich eine besondere Herausforderung, denn nicht nur das „Trägerprodukt“ muss lecker sein, sondern Geschmack, Aroma und Farbe müssen auch dann noch stimmen, wenn die Wirkstoffe zugegeben sind. Doch damit ist es nicht getan, denn auch die Löslichkeit, die Bioverfügbarkeit, der optimale pH-Bereich und die Haltbarkeit der Wirkstoffe müssen stimmen. Ein ganz wesentlicher Punkt bei der Rezepturformulierung und der Entscheidung über die Substanzen, mit denen ein Produkt angereichert werden soll, ist die Vermeidung von Wechselwirkungen. Diese können einerseits zwischen dem Basisprodukt und dem Wirkstoff und andererseits - falls eine Kombination von Wirkstoffen enthalten ist - zwischen den verschiedenen Wirkstoffen auftreten. So können Eisenverbindungen die Oxidationsanfälligkeit mehrfach ungesättigter Fettsäuren oder anderer Rezepturbestandteile steigern. In Getränken kommt es zum unansehnlichen Ausfallen von Mineralsalzen, wenn Calcium und Phosphor kombiniert werden. Manche Substanzen sind geschmacklich besonders schwierig, ein Paradebeispiel hierfür sind Omega-3-Fettsäuren, wenn sie aus Fischöl gewonnen sind. Viele Anbieter stellen daher mikroverkapselte Omega-3-Fettsäuren her, bei denen kein fischiger Geschmack mehr auftritt. Positiver Nebeneffekt: Durch die Mikroverkapselung wird auch die Oxidationsanfälligkeit der Fettsäuren reduziert. Unternehmen wie Fortitech, die sich auf das Herstellen von Premixen spezialisiert haben, verfügen über das notwendige Know-How. Sie wissen Bescheid über Wechselwirkungen und kennen alle Tricks, damit eine homogene Verteilung der Wirkstoffe im Produkt, hervorragender Geschmack und optimale Haltbarkeit gewährleistet sind. www.carnipure.com www.fortitech.com www.frutarom.com www.lecico.com www.martekbio.com
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